66 zu drei Personen

Ein Artikel aus der Rubrik Geschicklichkeitsspiele.

Ergänzend zu “66 zu zwei Personen” wird hier beschrieben, wie man 66 zu drei Personen spielt. Diese Spielvariante wird auch “66 mit Trommeln und Pfeifen” genannt.

Es wird dazu eine Karte von 24 Blatt (As bis Neun) verwendet, die drei – zwei – drei verteilt wird.

Ehe der Geber die zweite Serie Karten zu je zwei Karten verteilt, hat Vorhand Atout (Trumpf) zu bestimmen. Sie tut dieses natürlich, indem sie die Farbe bestimmt, die in den bereits erhaltenen drei Karten am meisten vertreten ist bzw. von der sie ein As hat. In zweifelhaften Fällen kann sie auch die Farbe der nächsten ihr zustehenden Karte bestimmen; Geber dreht diese dann um und gibt sie “offen”. Nun wird ausgespielt. Es besteht von Anfang an Zwang, Farbe zu bekennen oder zu stechen (trumpfen), wobei jeder Ausspieler während des Spiels “melden” kann, wenn er ein Paar (König und Dame) in Händen hat und ein Blatt davon herausbringt (ausspielt). Jede Meldung zählt 20 Points, erfolgt sie in Atout (Trumpffarbe), 40 Points.

Wer über 66 Points (Angen) in seinen Stichen hereinbrachte, meldet “aus”: er hat gewonnen. Hat einer der Gegner 33 Points, so hat er einfach verloren, hat er weniger, doppelt, hat er keinen Stich (schwarz), dreifach.

In der Reget erhält jedoch keiner 66 Points, so daß alle drei verloren haben, sie haben dann die Beträge in eine mitten auf dem Tisch stehende Kassette zu zahlen, die sog. Pinke!

Trommelt einer der Spieler vor Beginn des ersten Stichs mit den Fingern auf dem Tisch, so übernimmt er damit die Verpflichtung, 66 Augen hereinzubekommen. Gelingt es ihm nicht, so hat er doppelt seinen Mitspielern, die nun als Gegner zusammenspielen, deren Gewinn auszuzahlen; gelingt es ihm, so erhält er ihn doppelt von ihnen.

Trommelt und pfeift (flötet) jemand, so kündigt er damit an, daß er 66 Points hereinbekommen will, bevor einer der Gegner einen Stich erhält, also beide “schwarz” bleiben. Beim Gelingen des Spiels erhält er dreifachen Gewinn und den Betrag der Pinke, beim Mißlingen hat er dasselbe zu zahlen und den Betrag der Pinke zu verdoppeln.

Es ist nicht nötig, eine ausgespielte Meldung als Stich hereinzubekommen. Wenn z. B. Vorhand Trumpf-As und -Paar nebst einem zweiten As in der Hand hat, kann er ruhig “trommeln und pfeifen”. Er spielt dann Trumpf-As aus, darauf das zweite As und legt dann Trumpf-Paar mit den Worten “aus” auf den Tisch.

Er hat damit 62 Points in der eigenen Karte und braucht nur 4 Points auf seine Asse zu bekommen. Erhält er diese nicht oder wird ihm gar sein zweites As gestochen, so hat er freilich verloren, denn er muß beide Gegner “schwarz” machen.

Trommelt und pfeift Mittel- oder Hinterhand, so erhält sie damit Vorhand, es bleibt aber bei der von der wirklichen Vorhand bestimmten Trumpffarbe.

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