Baccara

Ein Artikel aus der Rubrik Glücksspiele.

Die drei bekanntesten spielbankmäßig betriebenen Kartenspiele – Baccara (Chemin-de-Fer), Blackjack (Siebzehn-und-Vier, vingt-et-un, pontoon) und Seven-and-a-half – haben sich aus den europäischen Kartenspielen des 15. und 16. Jahrhunderts entwickelt. Sie alle sind nach dem gleichen Prinzip angelegt: Karten mit einer spezifischen Punktzahl zu erreichen: Die 9 beim Baccara, die 21 im Blackjack (Siebzehn-und-Vier) – sowie natürlich mit der Wettmöglichkeit, ob Spieler oder Bankhalter gewinnen. Dabei kommt es eigentlich nur beim Blackjack auf Geschicklichkeit an. Aber die Mathematik der Wahrscheinlichkeit ist auch “wahrscheinlich” in diesem Falle zu hoch, als daß sich der gewöhnliche Spieler dieser Regeln bedienen könnte.
Zwischen den beiden Baccara-Spielen “Chemin-de-Fer” und Baccara-“banque” besteht ein Unterschied darin, daß beim Baccara-“banque” der Spieler gegen einen vorherbestimmten Bankhalter spielt, dagegen wird beim “Chemin-de-Fer” unter sich gespielt. Zwischen beiden Spielen besteht kaum ein Unterschied:
Zwischen drei und elf Personen können beteiligt sein. Die Karten zählen nach Zahlenaufdruck, die Figuren jeweils zehn. Gespielt wird mit sechs gemischten Karten, die aus einem einsehbaren Spender auf den Tisch gelangen; der Spender wandert von “Bankhalter” zu “Bankhalter”. Einer der Spieler ist Bankhalter und Kartengeber, er plaziert seinen Einsatz.
Jeder Spieler kann gegen den Einsatz des Bankhalters wetten, indem er “banco” ruft. Falls das nicht geschieht, können sich die Spieler zusammentun, um der “Bank” pari zu bieten. Derjenige Spieler, der den höchsten Einsatz dabei wagt, gilt als der “Vertreter” der übrigen gegenüber der “Bank”.
Der Bankhalter gibt den Spielern zu seiner Rechten und zu seiner Linken und sich selber eine Karte und wiederholt das, wobei die Spannung steigt. Die Spieler prüfen die Karten, und, sofern sich irgendein “pair” mit der Gesamtsumme 8 oder 9 ergibt, wird das von dem betreffenden Spieler bekanntgegeben. Dieser Spieler gewinnt, und die Wetten werden sofort beglichen. Andernfalls bietet der Bankhalter dem Spieler zu seiner Rechten eine weitere, dritte, Karte an, die dieser ablehnen kann. Das gleiche gilt für den Spieler zur Linken des Bankhalters. Sollten beide ablehnen, muß der Bankhalter die gezogene Karte nehmen. Danach müssen sämtliche Karten aufgedeckt werden, der Bankhalter zahlt entsprechend dem Spieler, der näher der 9 ist als er. Oder umgekehrt.
Dies ist nur eine knappe Skizze. Baccara ist natürlich viel komplizierter, zumal da es sich wie beim Roulette um ein ausgesprochenes Glücksspiel handelt. Und dabei sollte man daran denken, daß die Bank mit einem gewissen Prozentsatz an dem Ergebnis beteiligt ist, wobei die Anwendung eines Systems schon einkalkuliert ist.

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