Betrug in Spielbanken

Ein Artikel aus der Rubrik Falschspieler.

Die Spiele in den staatlich konzessionierten Spielbanken sind so konstruiert, und sie werden so genau kontrolliert, daß weder bei Roulette noch bei den Karten- und Würfelspielen (Baccara, Cubus) betrogen werden kann. Spielfeld der Falschspieler sind die geheimen Spielhöllen. Daß sich aber auch beim Spiel mit der Roulette-Maschine schlimme Gesellen einschleichen können, wissen die Spielhalter und die Gerichtsakten zu berichten.
Daß Taschendiebe das Gedränge um Spieltische ausnützen, ist selbstverständlich. Wenn ein Anfänger vergaß, welche Nummer er gesetzt hat, versucht so ein Amateurgauner – Totenfischer nennt man sie in der Spielersprache – den Einsatz an sich zu nehmen. Aber das Auge des Spielleiters erfaßt ihn rasch. Mehr als einmal kann keiner diesen Trick versuchen.
Eine üble Gesellschaft sind die Fälscher von Jetons. Auch ihr Geschäft kann nur für kurze Zeit blühen, denn beim Auszahlen und Einlegen der Jetons in die Kasse spürt der geübte Croupier oder Kassierer schon im Griff die falsche Spielmarke. Eine knappe Anweisung und eine kurze Beobachtung genügen, und der Fälscher oder Verbreiter wird aus dem Spielerkreis herausgefischt.
Die Herstellung von Jetons ist eine Wissenschaft für sich, und die Banken wechseln von Zeit zu Zeit die Prägeart und Farbe der Jetons, um den Fälschern im voraus das Handwerk zu legen.

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