Black-Jack spielen – Praxis-Tipps

Ein Artikel aus der Rubrik Glücksspiele.

Die meisten Black-Jack Spieler, auch die, die dieses faszinierende Kartenspiel profihaft betreiben, konzentrieren sich in der Regel allein auf ihre Strategie. Sie betreten das Casino, suchen sich einen Platz und spielen nach ihrer Methode und lassen dabei andere wichtige Umstände außer acht. Denn es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, die zu berücksichtigen sind, um den Erfolg zu maximieren oder um zu entscheiden, ob man überhaupt in ein laufendes Spiel einsteigt bzw. es fortsetzt. Empirische Beobachtungen dieser Art wurden zuerst von amerikanischen Black-Jack Profis gemacht, die natürlich aufgrund der großen Zahl von Black-Jack Tischen ein weites Betätigungsfeld haben. Die Erkenntnisse der Amerikaner können aber in hohem Maße auch auf europäische Spielverhältnisse übertragen werden.

Die ersten wichtigen Beobachtungen sind schon kurz nach dem Betreten eines Casinos möglich, nachdem man an einen Black-Jack Tisch herangetreten ist. Der erste Blick gilt der Jetonkassette. Ist diese bis zum Überquellen gefüllt, erscheint es nicht ratsam, sich an dem laufenden Spiel zu beteiligen. Denn eine prallvolle Jetonkassette deutet darauf hin, daß die Bank einen starken Lauf hat. Zur Bestätigung dieser Annahme ist ein Blick auf die Situation der Spieler am Tisch empfehlenswert. Haben diese nur noch wenige Jetons vor sich liegen? Wechseln sie einen Schein nach dem anderen ein? Wenn all diese Beobachtungen zusammen an einem Tisch gemacht werden, kann es nur heißen “Hände weg von diesem Tisch”! In diesen Zusammenhang paßt auch ein weiteres Merkmal: Nur zufriedene Spieler geben in der Regel Trinkgeld. Stellt man fest, daß nicht einmal bei einem Black-Jack Trinkgeld fließt, sollte man den betreffenden Tisch erst einmal meiden und eine Trendumkehr abwarten. Der ernsthafte Spieler muß diese Tischbewertungsfaktoren auf jeden Fall beachten, selbst wenn er im Extremfall überhaupt nicht zum Spiel kommt. Die Devise kann immer nur lauten: Alles andere ist einem Verlust vorzuziehen!

Im Gegensatz zu den vorstehenden Betrachtungen läuft ein Tisch gut bis sehr gut, wenn die Spieler viele Jetons vor sich haben, zügig Trinkgeld geben, kleine Jetonwerte in große umwechseln und die Jetonkasse entsprechende Lücken aufweist.

Neben diesen eher allgemeinen Tischmerkmalen gibt es aber noch eine Reihe von zu berücksichtigenden Faktoren, die sich aus der Beobachtung des Spielablaufs und der ausgegebenen Karten herleiten lassen. An erster Stelle ist hier die Tischintegrität zu nennen. Dieser Begriff bedeutet, daß alles so läuft, “wie es im Buch steht”: Die Spieler erhalten in der Mehrzahl der Fälle die richtige Karte, die meisten Verdoppelungen und Teilungen sind erfolgreich, es fallen mehrere Black-Jacks in kurzer Folge usw. Wenn die Tischintegrität stimmt, ist das ein Zeichen dafür, in das Spiel einzusteigen bzw. es mit erhöhten Einsätzen fortzusetzen.

Im Gegensatz dazu sollte der ernsthafte Black-Jack Spieler niemals in ein Spiel eingreifen, ob nun von einem Sitzplatz oder von außen, wenn außergewöhnlich viele Stiffs (außergewöhnlich heißt hier, daß fünf oder mehr der sieben Spieler einen Stiff bekommen haben) ausgegeben werden. Ein Stiff ist eine Hand, die aus einer hohen und einer kleinen Karte besteht, zwischen 12 und 16 Punkte aufweist und extrem ungünstig ist, weil nur eine weitere hohe Karte genügt, um sich zu überkaufen.

Ganz besonders wichtig ist jedoch die Beobachtung der Aufkarte der Bank. Normalerweise ist jede dritte Karte eine Zehn. Wenn die Bank also in 10 Runden dreimal eine Zehn erhält, liegt das im Bereich des mathematischen Durchschnitts und ist sozusagen normal. Nicht normal ist es dagegen, wenn die Bank permanent mehr Zehnen aufdeckt, als ihr nach der Wahrscheinlichkeit zustehen. Man darf nicht vergessen, daß mit einer Zehn als erster Karte in ca. 2/3 aller Fälle eine Gewinnhand entsteht. Sollte der aufmerksame Spieler also eine derartige Erscheinung registrieren, ist er gut beraten gar nicht zu setzen oder seine Einsätze auf ein Minimum zu reduzieren, weil er in derartigen Phasen “kein Bein auf die Erde” bekommt. Wenn die Bank allerdings über eine längere Zeit mehr Zehnen erhält, als ihr zustehen, bleibt keine andere Lösung, als das Spiel ganz oder vorläufig zu beenden.

Schlagwörter: ,