Bullermännchen

Ein Artikel aus der Rubrik Glücksspiele.

Ein in Deutschland beliebtes und in manchen Lokalen nächtlicherweile schwunghaft betriebenes Hasardspiel ist das Bullermännchen, eine ganze Tafelrunde kann daran teilnehmen.

Es wird mit zwei auf der Rückseite verschiedenen Kartenspielen, Skatkarten (32 Blatt), gespielt.

Die Blätter eines Spiels werden vom Bankhalter verkauft, wobei es ihm freisteht, einen Rest selbst zu spielen. Ist der Verkauf beendet, so nimmt er das zweite Kartenspiel, mischt gründlich und läßt ein oder zweimal von Mitspielern abnehmen. Nun legt er die ersten 8 Karten zu je zwei übereinander vor aich auf den den Tisch, die neunte, den Bullermann, oben als Kopf davor, womit die Gewinne gezogen sind.

Wer eine der beiden unteren Karten besitzt, erhält seinen Einsatz (Kaufgeld) zurück, wer von den folgenden beiden Karten eine besitzt, doppelten Einsatz, für Karten der dritten dreifachen und der vierten Reihe vierfachen Einsatz. Wer den Bullermann hat erhält 9 fachen Einsatz.

Wenn ein Bankhalter sämtliche 32 Karten für gleiches Kaufgeld abgibt, bleibt ihm stets ein Gewinn von 10%, denn die Gewinne machen zusammen 29 Teile von den 32 erhaltenen aus. Verkauft er aber Karten zu verschiedenen Preisen oder behält eine Anzahl für sich, so erhöht sich natürlich mit der Gewinnchance auch sein Risiko.

Die Kaufkarten brauchen nicht jedesmal neu verteilt zu werden, die Besitzer können sie wie die Lose bei der Staatslotterie durch Erstattung neuen Kaufgeldes für die nächsten “Ziehungen” behalten.

Wird eine Bank gesprengt, so geht sie an einen andern über, der Sprenger ist in der Regel verpflichtet, sie zu übernehmen; will der Bankhalter sie kündigen, so muß er es fünf Spiele vorher bekanntgeben. Vielfach wird auch vereinbart, daß die Bank reihum geht, jeder der Spieler erhält dann hintereinander eine halbe Stunde oder für 10 Spiele die Bank.

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