Ekarte

Ein Artikel aus der Rubrik Geschicklichkeitsspiele.

Ecarte (Ekarte) heißt abgelegt. Das Kartenspiel wird mit Skatkarten (32 Blatt) zu zwei Personen gespielt; die Reihenfolge der Karten ist: König, Dame, Bube, As, Zehn bis Sieben. Man vereinbart einen Einsatz, den derjenige erhält, der zuerst 5 Zählpunkte erzielt.

Es zählt: Trumpf-König 1, Stichemehrzahl 1, Allstich 2 Punkte. Man kann vereinbaren, daß doppelter Einsatz gewonnen wird, wenn ein Partner keinen Zählpunkt erzielte (Match).

Jeder Partner erhält einzeln (oder zwei und drei, oder zusammen) 5 Karten. Das 11. Blatt bestimmt Trumpffarbe. Ist es ein König, so erhält Geber dafür den Punkt. Es kommt darauf an, 3 Stiche zu machen; glaubt Vorhand das zu können, so spielt sie einfach ein Blatt aus, zweifelt sie daran, so sagt sie: “Ich proponiere.” Antwortet der Gegner: “Spielen Sie”, so ist die Proposition abgelehnt, antwortet er: “wieviel?” so nennt Vorhand, wieviel Karten sie umtauschen will. Alle fünf heißt “Paket”, weniger deutet man durch ihre Zahl an. Nun nennt auch der Geber, wieviel Karten er weglegen will, und ersetzt sie nach dem Weglegen durch Karten vom Talon (Vorhand erhält die ersten Ersatzkarten). Dieser Vorgang kann sich so lange wiederholen, bis entweder keine Karten mehr im Talon sind oder Geber die Proposition ablehnt, in welchem Fall er die Verpflichtung, 3 Stiche zu machen, übernimmt und, wenn es ihm nicht gelingt, 1 Strafpunkt (Minuspunkt) erhält. Spielt Vorhand aus, ohne zu proponieren, so übernimmt sie dieselbe Verpflichtung.

Wer Trumpf-König hat, muß dieses vor Ausspielung oder Zulegung der ersten Karte melden, andernfalls zählt der Punkt nicht; außerdem kann ein Partner in einem Spiel niemals mehr als 3 Zählpunkte erhalten. Verweigert also Geber die Proposition und Vorhand meldet Trumpf-König und macht Allstich, so darf er sich doch nur 3 Zählpunkte anschreiben, obgleich es 4 nach vorstehenden Bestimmungen ausmachen würde.

Spielgesetz ist: Jeder Stich muß (wenn es geht) genommen werden, also übernehmen oder trumpfen, wenn man nicht bedienen kann. Kann man nur kleiner bedienen, so darf man natürlich nicht trumpfen.

Als Spielregel merke man sich: Der Erfolg hängt oft vom Zufall ab, so daß man auch bei schlechten Karten noch gute Aussichten hat. Wenn man kauft, behalte man nur Trümpfe oder Könige, es sei denn, daß man aus den ersten Käufen andere Schlüsse ziehen kann. Wer einen hohen Trumpf hat, spiele ihn gleich aus. Hat man schon zwei Stiche und noch einen Trumpf, so spiele man nicht Trumpf, sondern höchste andere Farbe. Manchmal ist es ratsam, Trumpf-König zu verschweigen, um die Karte nicht zu verraten, namentlich wenn man auf Allstich in Hinterhand bedacht ist.

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