Gesetz des Durchschnitts

Ein Artikel aus der Rubrik Glücksspiele.

Viele Gelegenheitsspieler unterliegen dem Trugschluß, daß beim Roulette “schwarz” kommen müsse, weil zehnmal hintereinander “rot” gekommen ist, und sie daher beim elften Mal auf schwarz setzen. Die Wahrscheinlichkeit, daß “schwarz” kommt, hat sich nicht im geringsten dadurch erhöht, daß zehnmal hintereinander “rot” gekommen ist. Bei reinen Glücks- oder Zufallsspielen darf man als Regel festhalten, daß die einzelnen Spiel-Akte nichts miteinander zu tun haben.

Nun gibt es Einwände gegen diese Feststellung. Irgendein “Glücksritter” wird sagen: “Aber das Gesetz des Durchschnitts!” Genau das “Gesetz des Durchschnitts” hat hier überhaupt keine Aussagefähigkeit. Die meisten verwechseln es ohnehin mit dem “Gesetz der großen Zahl”. Das “Gesetz der großen Zahl” besagt aber nur, daß zwischen “rot” und “schwarz” im Unendlichen pari besteht.

Elf Spiele hintereinander aber sind noch nicht “unendlich”, haben mit der “langen Distanz” noch nichts zu tun, und der “Glücksritter” handelt falsch, wenn er sich darauf verläßt. Für ihn sollte nur maßgebend sein: Die Wahrscheinlichkeit, daß “schwarz” kommt, bleibt die gleiche wie vor den zehn vorhergehenden Spielen – 1:2.

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