Mau-Mau

Ein Artikel aus der Rubrik Geschicklichkeitsspiele.

Beim Kartenspiel Mau-Mau können mindestens zwei und höchstens fünf Personen teilnehmen. Sollte die Runde größer sein, muß dieser und jener, immer der Reihe nach, “sitzen”; er setzt einmal aus, um beim nächsten Spiel wieder mitzuspielen. Mau-Mau wird mit zweiunddreißig Karten gespielt. Es gibt weder Trümpfe noch Stiche. Man muß möglichst viele Karten ablegen. Sieger ist, wer als erster alle Karten losgeworden ist.

Der Ausspieler (jeder Spieler erhielt fünf Karten zugeteilt, und eine Karte wurde offen ausgelegt, der Rest bildet den “Stock”) legt eine Karte hin, z.B. die Herz-Dame. Sein Gegenspieler gibt eine Karte zu, und zwar entweder Herz, da Herz verlangt wird, aber eine gleichwertige Karte (im Beispiel also eine Dame) von einer anderen Farbe. Danach verfährt A wieder wie B. Das heißt: er bedient entweder Herz, falls dies sein Vormann tat, oder aber er muß, falls der Vormann eine Pik-Dame zugab, mit Pik bedienen oder ebenfalls eine Dame, also Karo- oder Kreuz-Dame, zugeben. So geht es weiter, bis einer einen Buben auflegt. Die Buben nehmen im Mau-Mau eine Sonderstellung ein. Sie durchbrechen die Spielfolge. Wer einen auflegt, darf eine neue Trumpffarbe bestimmen, die nicht übereinzustimmen braucht mit der Farbe des aufgelegten Buben.

Wenn dieser oder jener Spieler im Spielverlauf weder bedienen kann noch eine Karte im gleichen Wert zu vergeben hat, muß er eine Karte vom “Stock” nehmen. Hilft ihm auch die nicht weiter, ist sein Gegenspieler an der Reihe.

Wer als erster alle Karten losgeworden ist, ruft: “Mau!” Hat einer als letzte Karte einen Buben aufbewahren können, ruft er: “Mau-Mau!” Bei “Mau” darf der Gewinner sich die Summe aller Punktwerte jener Karten gutschreiben, die sich noch in den Händen der Mitspieler befinden. Die Bewertung der Karten ist unterschiedlich. Man muß sich vor Spielbeginn darüber einigen. Entweder wertet man: Sieben = 1, Acht = 2, Neun = 3, Zehn = 4, Dame = 5, König = 6, As = 11. Oder es werden nur Bilder und As bewertet: Dame = 3, König = 4, As = 11. Die Buben nehmen nicht nur im Spielverlauf eine Sonderstellung ein, sondern auch beim Bewerten. Jeder Bube zählt zwanzig Punkte. Hat der Gewinner nicht nur “Mau” gerufen, sondern “Mau-Mau“, ist seine letzte Karte also ein Bube, darf er sich den doppelten Punktgewinn gutschreiben.

Vor Spielbeginn setzt man fest, wann Schluß gemacht werden soll. Am besten bei einer bestimmen Punktzahl (z. B. 500).

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