Münzwerfen

Ein Artikel aus der Rubrik Geschichte.

Das Münzwerfen ist das simpelste aller “Zufallsspiele”. Dabei kann die Münze selber den Gewinn darstellen, weitaus häufiger jedoch geht es um andere Einsätze.
Das Werfen von Geldmünzen eignete sich schon immer als privates Glücksspiel, an dem sich mehrere Personen beteiligen konnten, für Berufsspieler war es uninteressant. Aber auch diese private Form des Glücksspiels wurde gelegentlich in großem Stil betrieben. Überliefert ist, daß der arabische Kalif Abdul-Malikh die Verteilung der Güter Syriens unter seinen Offizieren so entschied.
Das australische Spiel Two-up (Zwei oben) ist eine modernere Version des Münzenwerfens. Dabei werden zwei Penny-Münzen auf einem flachen Stück Holz plaziert und von einem “Spinner” in die Luft geworfen. Man wettet zuvor, ob die Münzen mit dem Kopf oder der Zahl zuoberst landen. Kopf und Zahl in einer Kombination gilt nicht. Two-up ist verboten. Trotzdem gilt es in Australien als eine Art Nationalspiel.
Das Werfen von Geldmünzen hat nie ganz seine Eigenschaft als Mittel der Vorhersage der Zukunft eingebüßt. In China kann man durch das Werfen von Münzen ermitteln, welche Stelle man im Orakelbuch aufschlagen muß, um etwas über seine Zukunft zu erfahren. Und in Malaysia und in Korea werfen viele Leute morgens eine Geldmünze, ehe sie entscheiden, auf welcher Seite sie ihr Bett verlassen wollen. Das Bett nach der richtigen Seite zu verlassen, entscheidet über Glück oder Unglück am Tage.

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