Nummernsysteme

Ein Artikel aus der Rubrik Glücksspiele.

Das Pointieren auf einzelne Nummern, “en plein” oder auch “à cheval”, bringt dem glücklichen Roulette-Spieler zwar hohe Gewinne, ist aber natürlich sehr riskant, weil ja die Wahrscheinlichkeit eines Gewinnes nur 1 : 37 ist. Der Systemspieler, der auf Nummern spielt, braucht auch eine tüchtige Portion Geduld und gute Nerven. Um nämlich nach der Wahrscheinlichkeitstheorie die chancenreichen Nummern festzustellen, ist es nötig, das Spiel stundenlang zu beobachten, ohne sich aktiv am Spiel zu beteiligen, und jeden Coup genau zu notieren, damit man weiß, welche Nummern am längsten ausgeblieben und daher überfällig sind.

Hat der Systemspieler auf seiner Tabelle jene Nummern “errechnet”, die überfällig sind, dann erst beginnt er, diese Chancen vorsichtig mit kleinen Einsätzen zu pointieren. Bei längerem Ausbleiben dieser Chancen steigert er seine Einsätze nach einer ihm zusagenden Progression. Daß natürlich alle diese Wahrscheinlichkeitsberechnungen sehr vage sind, ist einleuchtend, denn das ganze Spiel wird ja lediglich vom Zufall regiert, wie wir schon mehrmals betont haben und immer wieder betonen müssen.

Weniger gefährlich ist es, diese Art von Systemen ohne Progression mit “Masse egale” zu spielen. In diesem Falle können auch bei einem geringeren Spielkapital größere Gewinne erzielt werden. Immer vorausgesetzt, daß der Spieler nicht in eine Pechsträhne gerät, die seinen Ruin herbeiführt.

Einige Möglichkeiten, die sich durch die Beobachtung einer langen Reihe von Coups ergeben und die notiert zu werden verdienen, wollen wir als Beispiele anführen.

1. Der Spieler hat beobachtet, daß nach dem ersten Zero die Nummer 36 erschienen ist und nach dem zweiten Zero die Nummern 16 und 26, jedesmal also Nummern, die mit einer Sechs enden.

2. In einer Serie von zehn Coups sind fünf Nummern gekommen, die mit einer Vier enden (Finale).

3. In einer Serie von 40 Coups ist die Nummer 13 zweimal hintereinander aufgeschienen (Repita).

4. Der Spieler hat beobachtet, daß an einem bestimmten Tisch die Nummern eines bestimmten Sektors der Roulettescheibe besonders häufig aufgeschienen sind.

Es ist wohl überflüssig zu bemerken, daß diese ganzen Spekulationen nicht viel mehr als eine Spielerei darstellen. Der Zufall mag es wollen, daß für einen Spieler eine oder die andere dieser Kombinationen sich günstig auswirkt, aber mit mathematischen Hypothesen hat diese Art von Systemspiel wahrlich nichts zu tun. Man könnte ebenso gut mit verbundenen Augen aus einem Beutel eine der 37 Nummern herausziehen.

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