Passe-Dix

Ein Artikel aus der Rubrik Geschichte, Glücksspiele.

Unter den Legionären des römischen Imperiums war das Würfelspiel mit der Bezeichnung “Zehn” sehr verbreitet, und vielleicht war es das Würfelspiel, das römische Legionäre unter dem Kreuze Christi veranstalteten. Die römischen Truppen brachten das Spiel nach Gallien, und heute noch gibt es das Spiel “Passe-Dix” in Frankreich. Man spielt es mit drei Würfeln und einer beliebigen Zahl von Spielern. Wechselweise wird jeder der Spieler einmal Bankhalter, und jedesmal, wenn einer der Spieler eine Zahl unter der Zehn würfelt, verlieren er und die übrigen an den Bankhalter. Wenn dagegen eine Zehn oder mehr geworfen werden, muß der Bankhalter die Einsätze der übrigen Spieler doppelt zurückzahlen.
Passe-Dix wird unter den verschiedensten Bezeichnungen mit geringfügigen Regelunterschieden nahezu überall gespielt. In England und in Amerika heißt es “Ten Spot”, “Dicey”, “Roll-Ten” oder “Birdie”, in Italien heißt es “Talus”, in der Türkei “Zarf”.
Die Tatsache, daß es sich um ein Spiel mit einfachen Regeln und geringen Einsätzen handelt, hat sehr zu seiner Verbreitung beigetragen. In den meisten Kneipen in Holland und in Belgien wird es gespielt, und die Kneipeninhaber wissen den Konsumeffekt des Spiels zu schätzen.

Siehe auch Wahrscheinlichkeiten bei drei Würfeln.

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