Poker

Ein Artikel aus der Rubrik Geschicklichkeitsspiele.

Poker ist ein Kartenspiel, bei dem nicht ausgespielt und gestochen wird, bei dem also nicht die Anzahl oder, der Wert von Stichen den Ausschlag geben, sondern Sieger bleibt der, der das bessere Blatt in der Hand hat, bzw. der, der durch seine Spieltechnik, sein strategisches Verhalten den Gegnern die Überzeugung beizubringen vermag, daß sein Blatt das bessere sein müsse, und der sie dadurch zur Kapitulation veranlaßt. Poker ist ein Wettspiel. Der eine Spieler wettet gegen den anderen, daß sein Blatt besser ist als das des Gegners.

Poker wird mit französischen Karten zu 52 Blatt gespielt, bei denen jede Karte in den Ecken mit ihrem Wert und ihrer Farbe bezeichnet ist, also z. B. der Herz-Zweier mit einem kleinen Zweier und einem kleinen Herz, der Karo-Dreier mit einem kleinen Dreier und einem kleinen Karo usw. bis zum Zehner. Bube, Dame und König zeigen in den Ecken ein B (oder J), ein D (oder Q) und ein K, das As ein A mit der jeweiligen Farbe.

Durch diese Eckenbezeichnungen hat der Spieler die Möglichkeit, sein Blatt nicht auf einmal fächerförmig auszubreiten, um es zu überblicken. Dadurch wird einerseits verhindert, daß ein Gegner ihm ins Blatt guckt, andererseits wird dem Spieler dadurch die Möglichkeit gegeben, sein Blatt zu “gustieren”, d. h. er wird seine fünf Blätter geschlossen in der einen Hand halten und mit der anderen Hand die einzelnen Blätter ganz langsam so weit auseinanderschieben, bis die kleinen Eckbezeichnungen sichtbar werden, ein Vorgang, der sich erfahrungsgemäß als sehr reizvoll erweist und der für jeden Spieler die Spannung erhöht.

Bemerkt soll hier gleich werden, daß es allgemein üblich ist, wenn weniger als sieben Personen am Spiel teilnehmen, die niederen Karten bis zu einer gewissen Höhe auszuscheiden, und zwar geschieht dies meist in der Weise, daß bei vier Spielern nur die Karten vom Siebener aufwärts im Spiel bleiben, bei fünf Spielern die Karten vom Sechser aufwärts, bei sechs Spielern die Karten vom Fünfer aufwärts.

Es ist aber niemals ein Fehler, mehr Karten, also ohne Rücksicht auf die Anzahl der Spieler auch die kleineren Karten im Spiel zu lassen, da sich dadurch interessante Verschiebungen im Werte der einander gegenüberstehenden Blätter ergeben.

Wichtig! In Partien, bei welchen die kleinen Karten inklusive des Sechsers ausgeschaltet sind, gilt der Flush mehr als das Full-House.

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