Roulette-Croupiers

Ein Artikel aus der Rubrik Glücksspiele.

Zu jedem doppelten Roulette-Tisch gehören sechs Personen: zwei Hand-Croupiers, die abwechselnd die Maschine drehen und die Kugel werfen, die Gewinne auszahlen und die verlorenen Einsätze einziehen. Sie sitzen sich an der Maschine gegenüber. Zwei Kopf-Croupiers sitzen an den Kopfenden der Tische. Sie helfen den Spielern beim Placieren der Einsätze und den Hand-Croupiers beim Einziehen der Verluste und Auszahlen der Gewinne.
Auf erhöhten Stühlen sitzen die beiden Spielleiter. Sie überwachen das Spiel und die ordnungsgemäße Auszahlung. Gegen ihre Entscheidung bei Meinungsverschiedenheiten kann kein Widerspruch erfolgen.
Halbe Tische werden nach internationaler Regel mit einem Spielleiter (auch Chef-Croupier oder Tisch-Chef), einem Hand-Croupier und einem Kopf-Croupier besetzt. Spielleiter und Hand-Croupier sitzen sich gegenüber. Manche Banken besetzen den Halbtisch auch mit zwei Hand-Croupiers. Der Spielleiter sitzt dann am Kopfende bei der Maschine.
Die Croupiers verwenden zum Placieren und Einziehen der Jetons das Rateau, einen langen Stab, an dessen Ende ein Querblatt angebracht ist, also eine Art Rechen. Auch für die Spieler liegen auf beiden Seiten der Tableaus soldie Rechen mit kurzem Stiel bereit, mit denen sie ihre Einsätze auf die Chancen schieben können.
Der Saalchef beaufsichtigt einen Saal mit einem oder mehreren Spieltischen.
Vom Croupier wird eine so intensive Konzentration verlangt, daß er meist nach einer Stunde abgelöst werden muß. Während dieser Stunde wird öfters die Hand gewechselt, d. h. die Handcroupiers lösen einander beim Werfen der Kugel ab. Dieser Handwechsel bedeutet eine weitere Sicherung für den Spieler. Auch der Glaube, ein Croupier erwerbe mit der Zeit die Fähigkeit, die Kugel so zu werfen, daß sie eine bestimmte Zahl oder wenigstens einen bestimmten Abschnitt der Nummernscheibe trifft, ist falsch. Das wird schon durch die Hindernisse unmöglich gemacht, von denen die Kugel stets aus ihrer Bahn geschleudert wird.
Die tägliche Spielzeit dauert bei den meisten Banken von 14 oder 15 Uhr nachmittags bis 2 oder 3 Uhr nachts. Die festgelegte Spielzeit muß von der Bank eingehalten werden, gleichgültig, ob sie gewinnt oder verliert. Der Spieler dagegen kann jederzeit anfangen, aufhören oder sein Spiel unterbrechen. Dadurch ist er der Bank gegenüber im Vorteil.

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