Roulette – Pleinspiel

Ein Artikel aus der Rubrik Glücksspiele.

Wer im Roulette beim Pleinspiel gewinnt, erhält das 35fache des Einsatzes. Aber der einen besetzten Nummer stehen 36 Feinde gegenüber, denn die Null rechnet mit. Welche Zufälle erwarten uns, welche lockenden und verwirrenden Möglichkeiten! Nach dem Gesetz des Ausgleichs müßte dies Ausbleiben von Zahlen später durch häufiges Erscheinen ausgeglichen werden. Aber wann bleiben sie aus, wann häufen sie sich, wie verteilt sich ihr Ausbleiben und ihre Häufung auf die Zehntausende von Coups? Wann beginnt das sogenannte Zweidrittelgesetz wirksam zu werden, das nur etwa 23-26 Nummern innerhalb der 37 Coups erscheinen läßt?

Die Wochenübersicht der Permanenzen einer deutschen Spielbank zeigt folgendes:
7. Januar: Als seltenste Nummer des Tages finden wir die 14, sie kam nur dreimal. Am 5. Januar erschien sie neunzehnmal. Am 3. Januar kam die 8 vierundzwanzigmal, am 1. und 4. nur neunmal. Alle anderen Nummern erschienen an den einzelnen Tagen der Woche zwischen drei- und vierundzwanzigmal.

Nehmen wir an, wir hätten am 7. Januar alle 322 Spiele hindurch ein Jeton von 2 Euro auf Nummer 14 gesetzt. Dann hätten wir dreimal 70, also 210 Euro gewonnen, dazu 6 Euro Einsatz. Verloren aber hätten wir 638 Euro.
Die gleiche Zahl 14 hätte am 5. Januar bei 605 Spielen 586mal verloren und neunzehnmal gewonnen, das wäre ein Gewinn von 1368 Euro gegenüber 1172 Euro Verlust. Das Ergebnis wäre also ein Schlußgewinn von 196 Euro gewesen.
Hätte ein Spieler in dieser Spielbank am 7. Januar nur die ersten 56 Spiele gesetzt, so hätte er auf Nummer 14 in dieser Zeit bei 2 Euro Einsatz 108 Euro verloren, aber 144 Euro zurückerhalten. Beim Weiterspielen bis zum Schluß hätte das Glück ihn jäh verlassen, er hätte nur noch ein einziges Mal gewonnen.

Nachträglich ist alles sehr schön zu berechnen. Aber wer kann beim Einsatz auch nur einen Schimmer von Wahrscheinlichkeit im voraus erkennen? Entscheidend ist, wann wir beginnen, wann wir aufhören. Am 5. Januar entdecken wir in unserer Permanenz 24 Querstriche, d. h. “Handwechsel”, Wechsel des Croupiers. In 13 dieser Handwechsel-Zeiten erschien Nummer 14 einmal, in 3 kam sie zweimal, davon in einem als Zwilling. Zwischen zwei Handwechseln erschien sie dreimal. Die Mehrzahl der glücklichen Treffer bei 14 lag in der ersten Hälfte der Spielzeit. Hätte man also nur so lange mitgespielt, so würde man einen größeren Gewinn nach Hause mitgenommen haben, als der Spieler, der bis nachts um zwei Uhr ausgehalten hätte. Und hätten wir nur das fünfte Spiel im dreizehnten Handwechsel mit 2 Euro gesetzt, so hätten wir 70 Euro gewonnen, diese dann aber stehen lassen, und 2592 Euro wären gewonnen gewesen!

Hätte, wäre, könnte, sollte … Aber die Systematiker sind nicht leicht umzustimmen. Selbst mit Spiel auf Plein gehen sie gegen den Partner vor, gegen die Maschine der Bank. Routinierte Spieler warnen zwar: Die Verlustquote ist zu groß. Ein Pleinspiel mit Progression kann kaum jemand durchhalten, und könnte er es, dann setzt ihm das Maximum eine Grenze!

Kühle Routiniers machen es ganz anders: Sie peilen eine Nummer an. Diese “Peilmethode” kreist gleichsam eine Zahl ein, sie besetzt die Farbe der angepeilten Nummer, geht über das Dutzend, über Transversale simple, über Carre und Transversale pleine immer näher an die Zahl heran, bis zum Pleinspiel. Es kann ein guter Gewinn herauskommen, es kann aber genausogut schiefgehen und alles verloren sein.

Schlagwörter: , ,