Roulette – Spiel auf einfachen Chancen

Ein Artikel aus der Rubrik Glücksspiele.

Der Anfänger im Roulettespiel erkennt als erstes das Gesetz des Ausgleichs beim Spiel auf einfacher Chance, gleichgültig ob er Rot setzt, Schwarz, Pair oder Impair, Manque oder Passe. Jede Chance umfaßt für sich 18 Nummern, also die Hälfte von allen. Kommt Zero, so geht nur die Hälfte des Einsatzes verloren. Allerdings ist auch der Erfolg beim Spiel auf einfacher Chance gering. Nur wer hoch setzt, kann hoch gewinnen. Aber wir spielen um des Spieles willen oder, um dem Geheimnis des Zufalls etwas auf die Spur zu kommen! Schauen wir dem Lauf der Kugel zu, wir haben Zeit, und der Abend ist lang: Dreimal ist Rot gekommen, wir können damit rechnen, daß der nächste Coup Schwarz sein wird: und tatsächlich, es kommt Schwarz! Fünf Minuten später haben wir Pech, Rot kommt viermal hintereinander. Jetzt glauben wir, der nächste Coup wird Schwarz treffen müssen. Haben wir Glück, kommt tatsächlich Schwarz, haben wir Pech, so erscheint zum fünftenmal Rot. Sechs-, sieben-, achtmal kann Rot noch kommen. Allerdings ist eine solch lange Serie recht selten. Sie bringen große Verluste, denn bei jedem neuen Coup rechnen die Spieler auf den Umschlag der Gegenfarbe. Diese Rechnung auf den Umschlag nennt man technisch “Gegen die Bank spielen”. Einige Spieler am Tisch glauben, die Tendenz der Serie erkannt zu haben, sie spielen mit der Bank, setzen also die Farbe der Serie, sogar mit hohem Einsatz, mit Stehenlassen des Gewinnes. Sie haben vielleicht im nächsten Coup alles verloren, denn die Länge der Serie ist nie vorauszusehen, und die Entscheidung hat auch hier nur einer: das Glück.

Bleiben wir bei unserem Spiel: Wir beobachten eine Serie von dreimal Rot. Setzen wir also 2 Euro auf Schwarz. Pech, Rot kommt zum vierten Mal, die 2 Euro sind verloren. Jetzt setzen wir den doppelten Einsatz auf Schwarz. Schwarz kommt, wir erhalten 4 Euro Gewinn und unsere 4 Euro Einsatz. Wir haben unseren vorhergehenden Verlust ausgeglichen und noch 2 Euro gewonnen. Wäre auch zum fünften Mal Rot gekommen, so hätten wir zum sechsten Coup 8 Euro, also den verdoppelten Einsatz, auf Schwarz gesetzt. Wäre dann Schwarz gekommen, so hätten wir außer unserem Einsatz 8 Euro Gewinn erhalten; dann wäre der erste Verlust von 2 Euro und der zweite von 4 Euro wieder in unserer Tasche gewesen und dazu 2 Euro Gewinn. Aber es wäre gefährlich, dieses Spiel fortzusetzen und auf Schwarz zu bleiben! Denn der Wechsel der Chancen von Schwarz auf Rot – oder umgekehrt – ist häufig.

Einzelne Spielsysteme:
La gagnante: Der Spieler spielt der gewinnenden Farbe nach, spielt also mit der Bank. Sein Glück sind lange Serien, sein Feind der Wechsel (die Intermittenz). Kommen viele Serien, gewinnt er, tritt die Intermittenz häufig ein, so verliert er.
La perdante: Der Spieler setzt die nicht erscheinende Farbe. Sein Glück ist der Farbwechsel, sein Pech die Serie.
L’avant-derniere: Man setzt auf den vorletzten Coup, man gewinnt bei kurzen Serien und langen Intermittenzen; Verlust bringt das zweimalige Erscheinen der gleichen Farbe hintereinander.
La sauteuse: Das ist die “Springerin”, die sich um die Spielresultate überhaupt nicht kümmert, die von einer Farbe auf die andere springt. Bei Intermittenzen kann man lange Zeit hindurch gewinnen, wenn man das Glück hatte, mit der richtigen Farbe anzufangen.

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