Roulette-Tableau

Ein Artikel aus der Rubrik Glücksspiele.

Zum Roulettespiel gehören das Tableau und die Roulette-Maschine. Beide zusammen bilden den Spieltisch. Der klassische Roulette-Tisch enthält zwei Tableaus, dazwischen die Maschine.
Das Tableau ist die Tafel, auf der die Zahlen 1 bis 36 in zwölf Reihen zu je drei Zahlen aufgezeichnet sind, dazu über den drei ersten Zahlen die Null (Zero). Ferner sind darauf die Räume bezeichnet für die einfachen Chancen, für die Dutzende und Kolonnen. Durch Längs- und Querlinien stehen die Zahlen in Feldern. Das Tableau ist das Spielfeld, auf dem die Spieler ihre Einsätze machen (siehe Seite 28). Über der Nullspitze der Zahlenreihen ist die Maschine, der Kessel, eingelassen. Sie ist der Partner oder auch Gegner der Spieler. Auf der Scheibe sind ebenfalls die Zahlen 1 bis 36 in schwarzen und roten Kästen verzeichnet, die Null meist in grünem Kasten. Die Anordnung der Zahlen auf der Scheibe ist für den Laien schwer verständlich, ihre Systematik wird im Kapitel Roulette-Maschine erklärt.
Während bis vor einigen Jahren der klassische Doppeltisch obligat für den Spielsaal war, gehen heute die Banken mehr und mehr dazu über, nur einfache Tische mit einem Tableau und einer dazugehörigen Maschine aufzustellen. Nicht etwa aus Ersparnisgründen. Denn wenn für einen Doppeltisch zwei einfache oder, wie sie jetzt genannt werden, halbe Tische aufgestellt werden, so bleibt die Anzahl des Personals dieselbe, es muß aber eine Maschine mehr angeschafft werden. Die Teilung erfolgt im Interesse der Spieler. Die einfachen Tische erleichtern den Ablauf des Spiels. Bei einem Doppeltisch ist meist das eine Tableau stärker besetzt als das andere. Das eine Tableau ist darum schneller abgefertigt als das andere, und die Spieler müssen warten, bis die Auszahlung des anderen erledigt ist. Dadurch wird die Spielfolge für die Spieler des einen Tableaus oft erheblich verzögert. Die zügigen Spielfolgen bilden aber gerade den Reiz der Roulette. An einem einfachen Tisch kann sofort nach Auszahlung der Gewinne das Spiel weitergehen.
Die Räume der einfachen Chancen, der Dutzende und Kolonnen sind auf dem Tableau besonders verzeichnet. Auf beiden Seiten der Zahlenreihe liegen die sogenannten einfachen Chancen. Von Zero ab auf der einen Seite: Manque (Mangel), das die Zahlen 1 bis 18, und Impair (ungerade), das die ungeraden Zahlen umfaßt und die Farbe Rot. Auf der anderen Seite liegen Passe, das die Zahlen 19 bis 36, und Pair (gerade), das die geraden Zahlen und die Farbe Schwarz einschließt.
Da auch die Dutzende Chancen bilden, sind für deren Einsatz am unteren Ende der beiden einfachen Chancenpartien je drei Felder aufgezeichnet. Davon gehört das äußere dem ersten Dutzend mit der Bezeichnung I oder P, d. h. premiere (die erste), das mittlere für das zweite Dutzend mit der Bezeichnung II oder M, d. h. milieu (Mitte), und das innere für das dritte Dutzend mit der Bezeichnung III oder D, d. h. derniere (die letzte). Durch Querstriche werden die Dutzende und die einfachen Chancen voneinander getrennt. Chancen sind außerdem die Kolonnen, das sind die Zahlen in den drei Längsreihen. Unter jeder dieser drei Reihen befindet sich je ein Feld, auf dem diese Kolonnen »gesetzt« werden können.

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