Salta

Ein Artikel aus der Rubrik Geschicklichkeitsspiele.

Salta wird auf einem Saltabrett gespielt, welches 100 Felder hat, wovon die Hälfte schwarz, die andere Hälfte weiß ist. Nur auf den schwarzen Feldern wird gespielt, und zwar, wie Schach und Dame, von 2 Personen.

Jeder Spieler führt 15 Steine (rot oder grün), von denen je fünf Sonne, Mond und Sterne darstellen, und die in dieser Reihenfolge auf den drei ersten Reihen gegenüber aufgeteilt werden. Sieger ist, wer seine Steine zuerst in gleicher Ordnung auf die Aufstellfelder des Gegners führte. Man hat dreierlei zu beachten:
1. die eignen Steine schnellstens ans Ziel zu führen,
2. gute Positionen des Gegners zu zerstören,
3. viel Terrain zu erobern.
Es gibt dazu mehrere Spielmethoden: Bohrangriff, Deckung, Sprung, Retirierung usw. Die Kunst besteht darin, die richtige Methode zu wählen und durchzuführen. Wie beim Damespiel muß man einen Gegenstein überspringen, wenn hinter ihm ein freies Feld ist; übersieht man einen Sprung, so hat der Gegner “Salta” (Springe!) zu rufen. Der Sprungzwang besteht indessen nur in der Marschrichtung zum Ziel. Gefangene werden nicht gemacht, sämtliche Steine bleiben auf dem Brett. Sämtliche Steine dürfen vorwärts und rückwärts auf ein benachbartes schwarzes Feld gezogen werden (übereck), man bedient sich dazu zweier Stäbchen mit Gummimundstück. – Es sind sogenannte Vorgaben unter ungleichen Spielern üblich. Ein gewiegter Saltaspieler proponiert z. B. “2 gegen 3”, oder “100 gegen 120”, das soll heißen: er gestattet dem Gegner nach je zwei Zügen von ihm, drei Züge zu tun, oder die Entscheidung soll fallen, wenn er 100, der Gegner dagegen 120 Züge tat (Turnier). Es werden dann nach beendetem Turnier die Züge gezählt, die jeder noch zu tun hätte, um seine Steine sämtlich ins Ziel zu bringen, wobei die Differenz den Grad des Sieges bestimmt.

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