Snooker

Ein Artikel aus der Rubrik Geschicklichkeitsspiele.

Snooker wurde in Abwandlung eines anderen – Pyramiden genannten – Spiels von dem Leutnant Sir Neville Chamberlain vom Devonshire Regiment im Jahre 1875 in Jubbulpore in Indien entwickelt. “Pyramiden” war ein Billardspiel mit fünfzehn roten Kugeln und einer weißen. Chamberlain fügte eine weitere Kugel hinzu und nach und nach kamen noch mehr andersfarbige Kugeln mit verschiedenen Punktwerten hinzu, bis es insgesamt 22 Kugeln waren.
Beim Snooker müssen nacheinander die roten Kugeln, die einen Punkt einbringen, ausgeschossen werden. Danach sind die anderen farbigen Kugeln an der Reihe, und zwar in der Reihenfolge der Farben gelb, grün, braun, blau, rosa und schwarz mit den entsprechenden Punktwerten von zwei, drei, vier, fünf, sechs und sieben. Die roten Kugeln bleiben im Beutel, aber eine der bereits ausgeschossenen farbigen Kugeln kommt wieder ins Spiel. Sobald alle roten Kugeln ausgeschossen sind, geht es um die farbigen, wobei die genannte Reihenfolge der Farben gewahrt werden muß. Das Spiel ist beendet, wenn die schwarze Kugel ins Aus befördert worden ist.
Anfang des 20. Jahrhunderts verdrängte Snooker das Billardspiel in der Gunst der Amerikaner. In Amerika ist aber ein weiteres Billardspiel – Pool – sehr beliebt. Tool wird mit 15 numerierten Kugeln gespielt, die in der Reihenfolge der Nummern 1 bis 15 ins Aus befördert werden müssen. Allerdings wird die Bezeichnung “Pool” in den Vereinigten Staaten häufig auch für Snooker benutzt.

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