Sugoroku

Ein Artikel aus der Rubrik Geschicklichkeitsspiele.

Das japanische Sugoroku Spiel, von dem es selber wiederum mehrere Spielarten gibt, ist eine Variante des chinesischen Shing Kun T’o Spiels. Sugoroku heißt “zweimal die Sechs”, und die Bezeichnung wird auf jedes Spiel angewendet, bei dem der Sieg davon abhängt, daß man eine höhere Augenzahl würfelt als der Gegenspieler. Diese Nebenformen des Spiels werden, je nachdem, um welche Spielart es sich handelt, entweder auf Papierflächen, Holzbrettern oder in Kästen gespielt, die in einzelne Fächer unterteilt sind. Die einzelnen Stationen, die der Spieler im Zuge des Spiels durchläuft, tragen symbolische Bezeichnungen wie Tag und Nacht, Fluß der Zeit, Hindernisse, die von schwarzen und weißen beobachtenden Augen bewacht werden, usw., oder berufliche Bezeichnungen wie bei dem chinesischen Spiel, dann aber auch dynastische Namen, wobei es den Würfeln überlassen bleibt, welche “dynastisch richtige” Familienzugehörigkeit der Spieler erreicht, und schließlich vereinzelt auch topographische Namen; hier handelt es sich um die Bezeichnungen für die Etappen einer Reise mit all ihren Fährnissen und Widrigkeiten wie Schluchten, reißenden Flüssen usw.
Im Fernen Osten sind die Würfelpunkte, die die Eins und die Vier oder die Drei und die Vier bezeichnen, in der Regel rot gefärbt. Das wird auf eine Legende zurückgeführt, der zufolge ein Kaiser der Ming-Dynastie nach dem Gewinn eines für ihn entscheidenden Spiels, bei dem die Eins-Vier- oder die Drei-Vier-Kombination eine wichtige Rolle spielte, anordnete, daß künftig diese “Zähler” rot zu färben seien.

Schlagwörter: