Systemspiel beim Trente-et-Quarante

Ein Artikel aus der Rubrik Glücksspiele.

Ebenso wie bei der Roulette findet man auch an den Trente-et-Quarante Tischen eifrige Systemspieler, Leute, die des Glaubens sind, daß sich der Zufall mathematisch berechnen läßt. Es erübrigt sich zu sagen, daß hier wie dort auch das “wissenschaftliche” System keinen Erfolg verspricht.

Der Kuriosität halber sei hier ein System für Trente et Quarante beschrieben, das dem Buche eines ungenannten Verfassers entnommen ist “Monte Carlo. Anecdotes and Systems of play”, London 1901.

Der Verfasser stellt folgende Erwägungen an: Im Kartenpaket gibt es beim Trente-et-Quarante eben so viele Karten mit einer kleineren Augenzahl als 7, wie mit einer größeren Augenzahl als 7. Im Durchschnitt sollten also unter 13 Karten 6 niedere und 6 hohe Karten sein, das würde dem Equilibre entsprechen. Je größer die Abweichung von dieser Norm ist, desto wahrscheinlicher ist es, daß bald ein Ausgleich eintreten wird.

Nun stellt der Autor die Hypothese auf, daß die Summe von 31 Points leichter mit niederen Karten, die Summe von 40 Points leichter mit hohen Karten zu erreichen ist. Der Spieler hat nun die Aufgabe, vom Beginn der Taille an sich alle aufscheinenden Karten zu notieren (nieder oder hoch) und erst dann zu setzen, wenn eine wesentliche Abweichung vom Equilibre eingetreten ist. Sind also z. B. sehr viele hohe Karten herausgekommen, so besteht die Wahrscheinlichkeit, daß beim nächsten Coup in der oberen Reihe (Noir) viele niedere Karten erscheinen werden, so daß ihre Gesamtsumme 31 oder wenig mehr betragen wird. Daher ist anzunehmen, daß die untere Reihe (Rouge) mehr Points aufweisen wird und daß somit bei diesem Coup “Noir” die größere Chance hat, zu gewinnen.

Dieses System scheint auf den ersten Blick einer gewissen Logik nicht zu entbehren und Erfolg versprechend zu sein, wenn man aber Pech hat, kann man nach dieser Methode ebenso wie mit allen anderen Systemen ein Vermögen verlieren. Immerhin ist das System des Engländers fesselnd und vermag einen Spieler sehr intensiv zu beschäftigen.

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