Trente et Un

Ein Artikel aus der Rubrik Glücksspiele.

Das Kartenspiel Trente et Un wird mit 52 Karten gespielt. Jeder Spieler erhält drei Karten, auch der Bankhalter. Wer 31 Points in seinen Karten hat, bekommt vom Bankier zwei Wertmarken. As kann beliebig als 1 oder 11 gezählt werden. Bilder gelten 10. Ein As mit zwei Bildern ist ein geborenes 31 und wird doppelt bezahlt.
Hat der Bankhalter ebenfalls 31, so zahlt ihm jeder Spieler, der keine 31 zählte, zwei Wertmarken. Hat der Bankhalter keine 31, so fragt er rechtsherum, wer noch Karten kaufen will. Wer glaubt, er könne mit einer gekauften Karte höher kommen, verlangt sie.
Mit dieser Karte kann er passen oder noch weitere Karten kaufen. Erhält er dadurch mehr als 31, so ist er tot, wirft seine Karten hin und bezahlt dem Bankhalter zwei Marken. Glaubt er genug zu haben, d. h. nahe der 31 zu sein, so paßt er.
Haben alle Spieler gepaßt, so nimmt der Bankhalter selbst soviel Karten, wie er nötig hat, um seines Gewinns sicher zu sein. Hat er sich totgekauft, also über 31, so bezahlt er alle Spieler. Hat er so viel, daß er auch ohne 31 gewinnt, so sagt er: Ich bleibe! – Dann müssen alle Spieler ihre Karten auflegen. Wer mehr als der Bankhalter hat, erhält von diesem zwei Marken, wer weniger hat, zahlt an ihn zwei Marken. Wer mit ihm gleich steht, zahlt und bekommt nichts. Sind die Karten so erschöpft, daß sie nicht mehr zum Ausgeben reichen, so hat er Taille gemacht, das Spiel ist beendet. Die Bank geht an den nächsten als Bankhalter über, der aber ablehnen kann.

Vingt et Un wird wie Trente et Un gespielt, nur daß 21 an Stelle der 31 tritt.
Ähnlich wird auch Onze et Demi (Elfeinhalb) gespielt. Das As gilt 11, die 8 Bilder 1/2. As und ein Bild zählen deshalb 11 1/2. Jeder Spieler erhält vom Bankhalter eine Karte und kauft nach. Wer genau 11 1/2 zählt, wird zwei- oder dreifach ausbezahlt.

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