Vorbereitung des Roulette-Tisches

Ein Artikel aus der Rubrik Glücksspiele.

Mit einer gewissen Feierlichkeit wird ein Roulette-Tisch zum Spiel fertiggemacht. Alle Croupiers stehen an ihren Plätzen, im Hintergrund Spielleiter, Saalchef und der Staatskontrolleur. Letzterer ist ein Finanzbeamter, der in jeder Spielbank Kontrolldienste versieht.
Der Kassierer übergibt jedem der Handcroupiers die Tischkasse. Die Croupiers zählen das Geld nach Wertarten geordnet auf die Tableaus, nicht in Haufen, sondern aufgereiht – alineiert – in Reihen mit bestimmter übersichtlicher Stückzahl. Zuerst deutet der eine, dann der zweite Croupier mit dem Rateau auf die einzelnen Jetonreihen, nennt die Summe und zählt sie zusammen. Staatskontrolleur und Saalchef erklären die Richtigkeit, die Jetons werden in die Kassenkästen eingeordnet, Spielleiter und Croupiers nehmen ihre Plätze ein, das Spiel kann beginnen.
In großen Spielbanken werden die Roulette-Tische nacheinander eröffnet, je nachdem das Publikum sich zum Spiel einfindet. Man achtet darauf, daß kein Tisch übermäßig von Spielern besetzt wird, um den ungestörten Spielablauf zu sidiern. Nicht alle Spieler können Sitzplätze einnehmen. Wenn kein Stuhl mehr frei ist, steht man hinter den Sitzenden und macht seine Einsätze von da aus, meist mit Hilfe der Croupiers, denen man seine Chancen beim Roulette anzeigt. Früher nannte man diese Stehspieler die Galerie.
Zuweilen werden auch Läufer beobachtet, das sind Spieler, die von einem Tisch zum andern, nur im Vorübergehen, ihre Einsätze machen. Sie wissen, daß die Roulette-Croupiers den Einsatz und den Gewinn im Auge behalten.

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