Wahrscheinlichkeiten bei drei Würfeln

Ein Artikel aus der Rubrik Glücksspiele.

Auf Grund mathematischer Berechnung lassen sich die Wahrscheinlichkeiten leicht bestimmen, welche Augenzahlen sich am häufigsten bei einem Wurf mit drei Würfeln ergeben können, es sind dies die Zahlen 9-12. Sie bieten also die größten Chancen; demzufolge müssen sie am geringsten bewertet werden. Die geringsten Chancen bieten die Zahlen 3, 4, 17 und 18, sie müssen also am höchsten bewertet werden.

Aus nachstehender Tabelle ist das Verhältnis zu ersehen, wie oft die Zahlen von 3 bis 18 sich durch Zusammensetzung mit 3 Würfeln bilden lassen.

3 111
4 112
5 113 122
6 114 123 222
7 115 124 133 223
8 116 125 134 224 233
9 126 135 144 225 234 333
10 136 145 226 235 244 334
11 146 155 236 245 335 344
12 156 246 255 336 345 444
13 166 256 346 355 445
14 266 356 446 455
15 366 446 555
16 466 556
17 566
18 666

Hiernach kommen also, wenn die Wahrscheinlichkeit allein zugrunde gelegt wird, die Zahlen
3, 4, 17, 18 einmal,
5, 16 zweimal,
6, 15 dreimal,
7, 14 viermal,
8, 13 fünfmal,
9, 10, 11, 12 sechsmal
unter 56 Würfen heraus. Wollte man nun in demselben Verhältnis die Gewinne staffeln, so würde die Bank auf zu schwachen Füßen stehen und nicht liquide bleiben, denn ihr Risiko wäre viel zu groß (Günstige Prozentsätze). Auch ist die angeführte Staffel nicht allein maßgebend; denn allein der Umstand, daß z. B. zur Bildung der Zahlen 4 und 17 sechs Würfelflächen (je 3 mal 1 u. 2 und 5 u. 6) vorhanden sind, während die Zahlen 3 und 18 nur aus drei Flächen gebildet werden können (je 3 mal 1 und 3 mal 6), beweist, daß erstere doppelt so oft vorkommen können wie letztere, obgleich beide nach der Staffel nur eine Bildungsmöglichkeit haben.

Auch werden ja nicht immer alle Zahlen gleichmäßig besetzt; es gibt bekanntlich Lieblingsnummern, auf denen sich die Einsätze häufen, und solche, die gemieden werden (13), so daß es in Wirkiichkeit, außer der rechnerischen Wahrscheinlichkeit, gar keine Basis für ein Spielsystem gibt.

Bankhalter wie Spieler müssen daher bei Glücksspielen der Göttin Fortuna eine Konzession machen und auf “Gut Glück” einsetzen bzw. vertrauen, das ist das Wesen des Glücksspieles. Eine den Spielern wie dem Bankhalter gerecht werdende Spieltafel ist folgende:
Monako
Man fertige sich eine derartige Tafel in angemessener Größe (50:70 cm) an und schreibe folgende Erklärung darunter:
Es kann gesetzt werden:
1. auf einzelne Nummern 3-18,
2. auf einzelne Reihen I-VII,
3. auf Paar und Unpaar,
4. auf Rechts und Links (3-10 und 11-18).

Für die aus einem Wurf mit drei Würfein (einzeln oder zusammen) zusammenaddierte Zahl, Reihe, Stand, Gleichheit, werden die darauf gesetzten Beträge, mit den in Klammern angeführten Zahlen vervielfältigt, als Gewinn bezahlt.
Der Wurf erfolgt, sofern kein Unparteiischer damit beauftragt wird, stets durch den Bankhalter.

Es ist, wie bereits erwähnt, absolute Glückssache, wenn jemand größere Gewinne bei diesem Spiel erzielt, findige Köpfe werden gewisse Chancen herausfinden, die die vorstehende Skala gewährt, und sie sich zunutze machen, aber im übrigen bleibt es durchaus Glückssache.

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