Wei-ch’i

Ein Artikel aus der Rubrik Geschichte, Geschicklichkeitsspiele.

In China, das nur wenig später als Ägypten eine Kultur ausprägte, gibt es bis um 300 vor Christus kaum eine schriftliche Überlieferung in Sachen Glücksspiel. Danach jedoch wird unter der Konfuzianischen Klassik die Erfindung eines Spieles namens Wei-ch’i erwähnt, bei dem bestimmte strategisch-kriegerische Konstellationen imitiert wurden. Vielleicht handelt es sich um einen Vorläufer des Schachspiels. Aus den Angaben geht hervor, daß es sich um ein von dem Kaiser Yao (2300 vor Christus) erfundenes Spiel handelt. Es sollte dem geistig etwas trägen Sohn des Kaisers helfen, sich durch Training auf die Herrscherwürde vorzubereiten. Wei-ch’i ist ein nahezu reines Geschicklichkeitsspiel, dennoch wurden Wetten darauf abgeschlossen. Und in der chinesischen Literatur wird erwähnt, daß Provinzgouverneure durch dieses Spiel bestimmt wurden.

Schlagwörter: ,