Whist Ausdrücke

Ein Artikel aus der Rubrik Geschicklichkeitsspiele.

Es gibt verschiedene Ausdrücke beim Whist, die ein Whistspieler kennen muß. Aufeinanderfolgende Karten einer Farbe nennt man “Sequens”, wenn es minbestens drei sind. Diese Sequense heißen “Quinte majeure”, wenn sie aus As, König, Dame, Bube, Zehn bestehen, “Quarte majeure”, wenn sie aus As, König, Dame, Bube bestehen, “Terz majeure”, wenn sie aus As, König, Dame bestehen. “Quinte vom König” usw., wenn sie abwärts vom König bis zur Neun reichen, eine “Terz vom Buben” bedeutet demnach Bube, Zehn, Neun in einer Farbe. Ein Einzelblatt von einer Farbe heißt “Singleton” (beim Skat “blank”). Zwei Karten einer Farbe in einer Hand nennt man “Doubleton”. Fehlt eine Farbe gänzlich, so ist ein Spieler in dieser Farbe “renonce”.

“Freikarten” nennt man solche Karten, die “hoch” sind, das soll heißen, daß die “höheren” bereits in gefallenen Stichen ruhen, so daß sie nur durch Trümpfe genommen werden können. Die “Force” (Kraft) bedeutet für einen Spieler die Farbe, in der er “stark” ist, also an Zahl und Höhe Übergewicht hat, “Faussen” sind Karten, auf die man keinen Stich mehr erwarten kann. Unter “Einladen” (Invite) versteht man, wenn man seinem Partner durch Ausspielen einer kleinen Karte (unter Sieben) seine Forcefarbe andeuten will; er soll dann hoch mitnehmen und die Farbe nachspielen. Als große Invite bezeichnet man auch, wenn jemand im ersten Stich eine Zehn ausspielt oder durch Ausspielen eines Asses einen Sequens oder lange Farbe freimachen will. Einen “Impaß” oder Schnitt macht, wer eine ausgespielte Karte nicht übernimmt in der Erwartung, daß sein Partner sie hereinholen kann.

Maske nennt man jede Art des Spiels, die bezweckt, die Gegner über seine Karte zu täuschen, z. B. wenn jemand eine hohe Karte abwirft, um den Schein zu erwecken, daß er in der Farbe schwach sei oder in der Hinterhand einen Stich nicht mitnimmt, obgleich er es kann.

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