Dostojewskij

In seinem Roman Der Spieler gibt Fjodor Michailowitsch Dostojewskij einen großartigen Bericht von dem Leben und Treiben in den deutschen Spielsälen des vorigen Jahrhunderts. Er selbst lebte in den Gesellschaftskreisen, die sich an den Spieltischen trafen, und er enthüllte mit der Präzision des unbestechlichen Beobachters und der Weisheit des Dichters die Hintergründe der Gesellschaft, die Untiefen der menschlichen Seele und der Spielleidenschaft, die seine eigene war. Er war kein verdüsterter Kritiker, sondern ein überlegener, von allen Vorurteilen befreiter Beobachter, der das Innerste in die Helligkeit des Bewußtseins hob und noch in den Äußerlichkeiten das Wesen der Menschen auseinanderfaltete. Weiterlesen

Charles Lucien Bonaparte

Kaiser Napoleon I. hatte die österreichische Kaisertochter geheiratet, um seiner Krone eine gewisse Legitimität zu geben. Zu gleicher Zeit heiratete sein Bruder Lucien die Tochter eines Kneipwirts und wurde wegen dieser Mißheirat vom Hofe verbannt. Der Querkopf Lucien ging aber nach Rom, machte sich beim Vatikan beliebt – ein Bonaparte bedeutete immerhin etwas für den Kirchenstaat -, wurde mit den Fürstentümern Canino und Musignano belehnt und war damit ebenfalls regierender Fürst. Sein 1803 geborener Sohn, Prinz Charles Lucien, entwickelte sich zu einem Querkopf und tollen Burschen wie sein Vater. Weiterlesen

Paganini

Der Satansspieler Paganini gewann ungeheure Summen mit der magischen Gewalt seiner Geige, ungeheure Summen opferte er den Leidenschaften, die neben der Kunst seine Götter waren: der Liebe und dem Spiel. Was er durch seine Geige gewann, warf er auf den Opfertisch Fortunas. Weiterlesen

Thomas Garcia

Jeder leidenschaftliche Spieler hat im geheimen wohl den Wunsch, nur ein einziges Mal dem Zufall soviel Millionen zu entreißen, wie der Spanier Thomas Garcia, der in den 30er Jahren des vorletzten Jahrhunderts als Vertreter einer Korkfabrik aus Barcelona zum ersten Mal in Paris an den Spieltisch trat. Der junge Mann war 23 Jahre alt. Weiterlesen