Conquian

Conquian, auch bekannt als Coon King, ist ein Kartenspiel spanischen Ursprungs und schon vor mehr als hundert Jahren gespielt worden. Conquian ist als erster Vorläufer des Rommé-Spieles anzusehen.

Spielregeln

Conquian ist ein Spiel zu zweit.

Gespielt wird mit 40 Karten, und zwar: Zehner, Neuner, Achter, Siebener, Sechser, Fünfer, Vierer, Dreier, Zweier und As (niederste Karte) in den vier Farben Herz, Karo, Pik, Treff.

Wer die niedrigere Karte zieht, ist der Teiler. Jeder Spieler erhält zehn Karten, abwechselnd je zwei Karten zugeteilt. Die restlichen Karten werden verdeckt in die Mitte des Tisches gelegt, sie bilden den „Stoß“, von welchem gekauft wird. Die Spieler sind abwechselnd an der Reihe.

Ziel des Spieles ist, als erster eine Kombination von elf Karten zu Figuren geordnet (Drillinge, Vierlinge, Sequenzen) auf den Tisch zu legen.

Der Nicht-Teiler beginnt das Spiel, indem er eine Karte vom „Stoß“ kauft. Kann er mit dieser Karte einen Drilling, Vierling oder eine Sequenz (von mindestens drei Karten) bilden, dann legt er diese Figur auf den Tisch. Wünscht er die gekaufte Karte nicht zu behalten, dann bietet er sie dem Gegner an, der sie aufnehmen und zur Bildung einer Figur verwenden kann. Lehnt der Gegner die Karte ab, dann wird sie verdeckt abgelegt und ist aus dem Spiel. In gleicher Weise setzt hierauf der Gegner das Spiel fort.

Die aus dem Spiel ausgeschiedenen Karten, die verdeckt abgeworfen werden, dürfen nicht wieder aufgenommen oder angesehen werden. Es wird also bei diesem Spiel nur vom „Stoß“ gekauft.

Der Spieler hat das Recht, Karten seiner ausgelegten Figuren zur Bildung anderer Kombinationen zu „entlehnen“, zu „borgen“ (borro-wing). Von einer Figur von nur drei Karten darf aber keine Karte entlehnt werden.

Ein Spieler kann eine Karte abwerfen, die er an eine Figur hätte anlegen können. Wenn aber der Gegner dagegen protestiert, dann muß er die Karte anlegen. Man nennt das „zwingen“ (forcing).

Wenn ein Spieler eine Karte abwirft, die an eine Figur des Gegners passen würde, und der Gegner lehnt diese Karte ab, dann kann er gleichfalls den Gegner „zwingen“, diese Karte zu kaufen und anzulegen. Besteht er nicht darauf, dann wird die Karte abgelegt.

Ein Spieler hat gewonnen, wenn er elf Karten zu Figuren geordnet aufgelegt hat. Hat er nur zehn Karten, dann muß er weiterspielen.

Wenn der „Stoß“ aufgebraucht ist, bevor einer der beiden Spieler elf Karten abgelegt hat, dann gilt das Spiel als unentschieden und es wird zu einem neuen Spiel geteilt.

Gewöhnlich wird mit Jetons gespielt. Der Gewinner erhält von seinem Gegner für das gewonnene Spiel einen Chip. Bleibt das Spiel unentschieden, dann zahlt jeder Spieler in den Pot einen Chip.

Wenn falsch ausgeteilt wird, dann muß neu gegeben werden.