Oklahoma Rummy

Ein Artikel aus der Rubrik Geschicklichkeitsspiele.

Oklahoma Rummy ist eine in den amerikanischen Südstaaten viel gegespielte Rummy-Variante.

Spielregeln

An dem Spiel können sich zwei bis sechs Personen beteiligen. Gespielt wird mit zwei Kartenpaketen (104 Blatt), ohne Joker, dafür aber gelten alle Zweier als Joker. Das As darf in der Sequenz nur als höchste Karte verwendet werden, niemals als niederste.

Wer die niederste Karte zieht, hat zu teilen. Jeder Spieler erhält 13 Karten, einzeln geteilt im Sinne des Uhrzeigers. Die restlichen Karten bilden den “Stoß”, die oberste Karte wird daneben offen aufgelegt und bildet die Grundkarte für den “Talon”. Von den Karten des “Talons” darf nur die oberste sichtbar sein.

Ziel des Spieles ist, das Blatt nach Figuren zu ordnen (Drillinge, Vierlinge etc. und Sequenzen).

Der vom Teiler links Sitzende hat die Vorhand, d. h. er spielt als erster. Kauft ein Spieler die vom Vordermann abgeworfene Karte nicht, dann hat jeder Spieler das Recht, auch wenn er nicht an der Reihe ist, diese Karte für sich zu reklamieren. Wenn jedoch ein Spieler von diesem Recht Gebrauch macht, dann muß er mit dieser Karte unbedingt sogleich eine Figur bilden, überdies muß er alle Karten nehmen, die im “Talon” liegen. Wenn ein Spieler in der angegebenen Weise außer der Reihe gekauft hat, darf er keine Karte abwerfen. Das Spiel geht hierauf zurück an den Spieler, der an der Reihe ist, und dieser kauft die oberste Karte vom “Stoß”.

Der Spieler, der an der Reihe ist, kann nach Belieben seine Figuren herauslegen, anlegen darf er nur an seine eigenen Figuren. (Im Gegensatz zu vielen anderen Varianten des Rummy, bei denen auch das Anlegen an Figuren der Gegner gestattet ist.)

Sieger ist derjenige Spieler, der als erster alle seine Karten zu Figuren geordnet auf den Tisch legt. Sobald ein Spieler “Rummy” gemacht hat, dürfen keine Figuren mehr herausgelegt werden. Der Spieler, der “Rummy” macht, muß unbedingt eine Karte ablegen.

Abrechnung: Die in den Figuren liegenden Karten werden wie folgt bewertet:

  1. alle Karten vom Dreier bis zum Siebener je fünf Punkte,
  2. alle Karten vom Achter bis zum König je zehn Punkte,
  3. das As 15 Punkte,
  4. die Pik-Dame 50 Punkte,
  5. alle Zweier (als Joker) Wert der Karten, für die sie in einer Figur stehen.

Bewertung der Karten in der Hand: wie oben, jedoch die Pik-Dame 100 Schlechtpunkte, jeder Zweier 15 Schlechtpunkte.

Jeder Spieler addiert seine Gutpunkte (Figuren) und zieht davon die Summe seiner Schlechtpunkte (Hand) ab. Die Differenz wird notiert.

Wer zuerst eine Anschrift von 1000 Punkten erreicht hat, ist der Gewinner der Partie und erhält ein Siegerprämie von 100 (200) Punkten. Die Differenzen zwischen den einzelnen Spielern und dem Sieger werden ausbezahlt. Der Schlüssel der Auszahlung ist vor Beginndes Spieles festzusetzen.

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